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Sonstige Literatur

Hier werden ab sofort für Euch medizinische und psychologische Fach- und Sachbücher rezensiert

 

Ich arbeite ja, wie die meisten von Euch wissen mit zahlreichen Experten zusammen. Einige davon haben auch Bücher geschrieben. Manche davon sind in meinem Buch in der Leseliste aufgeführt. Andere wiederum sind erst nach meinem Buch erschienen oder werden erst im zweiten Buch mitwirken.

 

Die ersten Rezensionen:

Professor Franz Rupper: Wer bin ich in einer traumatisierten Gesellschaft

Stefan Konrad Niederwieser: Das Trauma von der Seele schreiben

Dr. Mirriam Prieß: Dein Weg zurück

 

Missverständliche Kommunikation von Betroffenen

Das www ist das Mekkar für Narzissmusbetroffene jeder Fassion. Ob nun Opfer, Täter, Betroffener, Narzisst, Co- Narzisst, Aufklärer, Verklärer, Coach, Heilpraktiker, Troll oder Möchtegern… sie alle tummeln sich hier und geben ihre Sichtweise zum Besten. Ob nun auf Youtube mit Videos, Büchern, Buchkritiken, Buchrezensionen, Artikeln auf Websiten, eigenen Websiten oder Kommentaren – alle tragen was dazu bei.

Jeder hat eine andere Sichtweise, eine eigene Wahrnehmung, Perspektive oder Wahrheit. Und jeder hat Recht. Ja jeder hat Recht, aus seiner Sicht, in seiner Perspektive und demnach auch das Recht dazu diese Meinung zu publizieren. Niemand aber das Recht dazu darüber zu urteilen, wer jetzt „mehr Recht hat“. Jeder darf dazu eine eigene Meinung haben, bestenfalls mit einer Ich-Botschaft ausformuliert. Trotzdem lassen sich Generalisierungen und Pauschalisierungen nicht vermeiden. In diesem Falle hilft es als Leser beim Lesen sich zu distanzieren, falls es triggert oder sich abzugrenzen, falls man sich selber angesprochen fühlt. Jeder hat wie gesagt das Recht dazu sich frei zu äußern. Für mich gibt es keine reinen Opfer und Täter. Wir sind alle immer beides. Wir leben in einer traumatisierten Gesellschaft, die das eigene Trauma versucht abzuwehren und dabei andere (Re-)traumatisiert. Nur wer sein Trauma aufgelöst hat, schafft es im Lesemoment sich zu entspannen. Ich habe großes Mitgefühl mit allen, die immer noch angespannt sind und auf Websiten versuchen eine Erklärung zu finden für das Verhalten anderer. Denn auch wenn die meisten von uns als Kind unschuldig belastet wurden und als Kind entsprechend auch keinerlei Verantwortung oder Schuld auf sich genommen haben, haben wir spätestens als Erwachsener Sorge dafür zu tragen, wie wir mit dem umzugehen haben, was uns tagtäglich wiederfährt. Auch für den Umgang mit neuen Triggern tragen wir die Verantwortung.

Niemand muss die Meinung oder Sichtweise eines anderen teilen. Selbst annehmen muss man die Meinung eines anderen nicht. Respektieren wäre schön, denn das erwartet man von den anderen über die eigene Meinung auch. Also am Ende etwas stehen lassen zu können, wie es ist, das sollte das Ziel sein, von uns allen. Nichts- Tun und entspannen, statt angreifen und anspannen. Dann lieber in Wald gehen und Bäume umarmen oder anschreien. Aber den anderen abzuwerten für eine Meinung, die man selbst nicht hat, finde ich sehr destruktiv und nicht hilfreich, wenn es darum geht mit sich Selbst und dem inneren Kind in Kontakt zu gehen.

Auch hier sind durchaus andere Meinungen erlaubt. Dennoch und das wünsche ich mir von UNS allen: NACHSICHT mit dem was ist. Ich stelle mir immer wieder die Frage, was der andere davon hat, wenn ich seiner Meinung bin. Ich frage mich ebenso, was ist, wenn ich dem anderen zweifelsohne zustimme. Und ich frage mich auch, wo der Erkenntnisgewinn ist, wenn wir alle zu Ja- Sagern mutieren. Erreichen wir so den Frieden?

Wie narzisstische Verletzungen heilen können

Die narzisstische PS ist eine der schwersten und komplexesten Persönlichkeitsstörungen überhaupt. Nicht jeder mit narzisstischen Anteilen leidet und ist entsprechend seelisch „erkrankt“, aber die, die darunter leiden, leiden teilweise Höllenqualen. Und auch die Partner und Partnerinnen von Narzissten können betroffen sein, sowohl mit eigenen Glaubenssätzen, als auch eigenem Störungsbild. Man triggert sich also gegenseitig.  Und dennoch bin ich davon überzeugt, dass man wieder gesunden kann und dass eine Beziehung daran wachsen kann, statt immer nur kaputt gehen.

Die Heilung des inneren Kind war mein Weg. Welcher wird deiner sein?

 

Wut und Hass und Narzissmus-Bashing darf auf keinen Fall die Lösung sein. Der Weg zur Liebe führt durch das Selbst. So sind zumindest meine Erfahrungen.

Narzissten sind keine Monster

Narzissten sind keine Monster!
Ein Narzisst ist ein menschliches Wesen, dessen Bedürfnisse in seiner Kindheit mehrfach frustriert wurden, der seine Autonomie niemals entwickeln konnte, der verletzt wurde, der in einer nicht wertschätzenden Umgebung aufwuchs, der Lob nur bei besonderen Leistungen bekam, der niemals bedingungslose Liebe erfahren hat und nun aufgrund seiner Selbstverachtung und seiner fehlenden Selbstliebe im Außen kämpft und sich über das Außen definiert und sich leider oft sehr unglücklich anstellt, sich vor Kritik und weiteren Verletzungen seiner Persönlichkeit, welche bei ihm eine Re-Traumatisierung auslösen, zu schützen, indem er sich selber aufwertet (erhöht) und andere dabei abwertet. Hinter seiner Wut steckt immer ein kleiner trauriger Junge oder ein kleines trauriges Mädchen – die Wut hindert den Zugang zum inneren Kind.

Narzissten beschützen nur ihr inneres Kind, leider stellen sie sich manchmal dabei sehr unglücklich an. Nach Außen wirkt das dann immer als habe der Betroffene kaum Empathie, keinerlei Resilienz, dafür aber ein überdimensionales Ego.

Gegen weiteren Schmerz

Auf vielen Websiten wird der Narzisst als Übeltäter dargestellt, der andere stets manipuliert, ausbeutet und damit alleiniger Sündenbock ist, der schuld hat, dass die Beziehung kaputt ist und der Ex oder die Ex leidet.

Dass in einer Partnerschaft lediglich zwei Menschen aufeinander treffen, die ihre dysfunktionalen Glaubenssätze bestätigen und damit triggern, wird dabei gerne übersehen.

Fakt ist, zu einer Beziehung gehören immer zwei. Einer der macht und einer der machen lässt. Wer für finanzielle Absicherung eine schlechte Behandlung duldet verdient Mitgefühl. Dennoch hat man es selber in der Hand dafür zu sorgen, dass gut mit einem umgegangen wird. Zur Not trennt man sich. Was ist daran so schwer?

Dass man dann lieber auf Narzissmusopferseiten über seinen Ex oder sich in Therapie-Befindliche sich sehr negativ äußert, verschafft im ersten Moment sicherlich Erleichterung (weil Wut tut gut), lindert aber kaum den eigenen Schmerz (Heilung findet im Inneren statt).

Man verbindet Verbündete und fühlt sich verstanden. Aber kaum geht man off, geht auch das grandiose Gefühl abhanden.

Am Ende des Tages sitzt man wieder mit dem eigenen Kummer allein. Muss man vorher tatsächlich anderen gegenüber ein gemeines Schwein sein?

 

Auf Narzissmusopferseiten sind die Rollen wieder vertauscht, merkt aber keiner, wegen dem scheiß Rausch.

Das Dramadreieck bleibt ein Dreieck, da kann man noch so viel tanzen, der Hass geht nur weg, wenn man den Zweck des Schmerzes erkennt und nicht mehr seine Tränen verdrängt.